Fischereirecht VG Münster: Zurücksetzen von Fischen („Catch & Release“) ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Das Verwaltungsgericht Münster hat bestätigt (Beschluss vom 30.01.2015 – Az.: 1 L 615/14), dass das sogenannte Trophäenfischen, bei dem große Fische nach einem Angelvorgang („Drill“) lebend aus dem Wasser gehoben, ohne Betäubung oder Tötung vom Angelhaken gelöst, gemessen, vor einer Kamera präsentiert und anschließend wieder in das Gewässer gesetzt werden, gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes verstößt. […]

BGH: Bei jagdpachtvertraglichen Beschränkungen der Übernahme von Wildschäden haftet die Jagdgenossenschaft

Mit Urteil vom 11. Dezember 2014 (Aktenzeichen: III ZR 169/14) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass eine Regelung im Jagdpachtvertrag „Der Pächter ist zum Wildschadensersatz verpflichtet.“ nicht unbedingt dazu führt, dass die Jagdgenossenschaft keine Haftung für Wildschäden trifft. Denn die Jagdgenossenschaft kann trotz dieser Regelung haften, wenn im Jagdpachtvertrag weitere Regelungen getroffen werden, die die Schadensersatzpflicht […]

VG Freiburg: Anspruch eines Jägers auf Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer zur Jagd

Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Freiburg (Breisgau) – Urteil vom 12. November 2014 – Az. 1 K 2227/13 – kann ein waffenrechtliches Bedürfnis zur Erteilung einer Erlaubnis für einen Schalldämpfer für eine Langwaffe zur Jagdausübung bestehen, wenn der Jäger beruflich zur Jagd verpflichtet ist, Nachsuchen tätigen muss und unter Tinnitus leidet. Wegen der Verweigerung der […]

Eine Wildschadensschätzung ohne Ladung des zum Schadensersatz verpflichteten Jagdpächters zum Schätztermin führt zur Aufhebung des Vorbescheids.

Mit Urteil 19.03.2014 hat das AG Daun entschieden (Az. 3a C 353/13), dass die Rechte eines Jagdpächters im Rahmen eines Vorverfahrens gravierend verletzt werden, wenn er zum Schätztermin mit dem Wildschadensschätzer nicht geladen wird. Denn dann hat der möglicherweise ersatzpflichtige Jagdpächter keine Möglichkeit, seine Einwände gegen die Abschätzung bereits vor Ort vorzubringen. Ergeht trotz fehlender […]

Pflicht zur Anlegung von Bejagungsschneisen ? Ablehnung trotz Angebot auf Übernahme des Ausfalls begründet Mitverschulden des Landwirts am Wildschaden – Kein Wildschadensersatz

Wie schon das Landgericht Trier (Beschluss vom 03.04.2012, 1 S 247/11) festgestellt hatte, hat ein Landwirt dann keinen Anspruch auf Schadensersatz wegen Wildschadens, wenn er die Schaffung von Bejagungsschneisen abgelehnt hat, obwohl ihm von dem Jagdausübungsberechtigten eine angemessene Ertragsausfall-entschädigung angeboten worden ist. Entsprechend hat nun auch das Landgericht Hildesheim entschieden (Urteil vom 04.07.2014, 7 S […]